zwischen sein und schein

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Ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll, ihn nicht mit H. zu vergleichen. Ich kann seinen Standpunkt verstehen, aber dass er es mir jedesmal übel nimmt, wenn ich ihm zu erklären versuche, dass ich auf keinen Fall mehr das will, was einmal war und von dem ich mich nun so mühevoll befreit habe, damit komme ich einfach nicht zurecht. Das schränkt mich ein in meiner Fähigkeit, offen mit ihm zu reden und macht unser Miteinander unnötig kompliziert.

Es macht mir Angst, wenn ich solche gewohnten und gehassten Dinge an ihm entdecke: Er ist doch soviel besser! Zugegeben, es kommt selten vor und es gibt nur weniges, was mich wirklich so berührt, dass ich mich dazu hinreißen lasse, mich offen darüber zu ärgern. Aber manche Dinge haben eben tiefere Wunden gerissen als andere und ich kann es nicht einfach so abschalten, dass eine gewisse Panik in mir aufsteigt, in so einem Moment.

Ich will mich nie wieder ekeln müssen, und schon gar nicht vor ihm!

Gerade habe ich entdeckt wie schön der Sex sein kann, wie intim ich mit ihm werden will, so sehr, dass ich mich ganz öffnen, ganz hingeben kann und zugleich jeden Millimeter, jedes kleine Geräusch, jeden Herzschlag und Atemzug von ihm einfach nur so sehr will. Es wird mir nie wieder passieren, dass ich "es" über mich ergehen lasse, Scham und Ekel dabei empfinde und nur hoffe, dass das niemals auffällt. Dass ich Lust vorspielen muss, um des lieben Friedens willen und um dem Mann in meinem Bett ein falsches Selbstwertgefühl zu ermöglichen - noch mehr Gründe für ihn, sich gehen zu lassen und zu glauben, dass ich ihn auch noch dafür liebe.

Ja, so gesehen mag es wirklich ziemlich unfair sein, Vergleiche zu ziehen und dabei indirekt zu unterstellen, dass mir dieselben "Extremsituationen" mit A. wieder passieren könnten, aber wie zum Henker, könnte ich mir je sicher sein, dass es niemals so kommen wird? Vielleicht würde es mir nach und nach viele Ängste nehmen, wenn ich mit ihm wirklich offen sprechen könnte, aber ich kenne ihn inzwischen zu gut. Er wird immer empfindlich auf bestimmte Aussagen reagieren und ich fange wieder an, manches lieber zu schlucken, als es anzusprechen.

Ich bin vorbelastet... und finde nicht den richtigen Weg, damit umzugehen. Mir fehlt die Freiheit, die es braucht, um nicht ständig unser Glück mit meinen Ängsten und alten Verletzungen aufs Spiel zu setzen.

1.6.10 20:31


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